Ulm: Wenn alle schlafen schlagen Einbrecher zu

Polizei meldet erneut Fälle, in denen Täter blitzschnell in Wohnungen einsteigen und Geld stehlen.

Gleich viermal sind Einbrecher in Blaubeuren-Sonderbuch (Alb-Donau-Kreis) in Wohnungen eingestiegen, während ihre Bewohner friedlich schliefen. Die Täter waren auf Bargeld aus und entwendeten insgesamt einen geringen dreistelligen Eurobetrag.   Laut Polizei bohrten die Einbrecher jeweils in die Terrassentüren ein kleines Loch, um anschließend die Tür zu öffnen und ins Haus zu gelangen. Sie hielten sich vermutlich nur wenige Minuten im Gebäude auf und suchten im Erdgeschoss nach abgelegten Geldbörsen oder Handtaschen, in denen sie Bargeld vermuteten. Dann verließen sie das Haus wieder sehr schnell. Die schlafenden Anwohner bekamen davon nichts mit. In allen Fällen wurden kleinere Bargeldbeträge entwendet. Spezialisten der Ulmer Polizei sicherten die Spurenlage.

Professionelle Banden am Werk

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Ulm und im Alb-Donau-Kreis ist voriges Jahr deutlich angestiegen – um etwa ein Drittel auf 240. Trotz mehrerer Festnahmen hält der negative Trend weiter an. Laut Polizei liegt die Zahl der Einbrüche derzeit etwa auf Vorjahresniveau. Nach Erkenntnissen der Ermittler sind häufig professionelle Banden am Werk.   Auch mehrere spektakuläre Einbrüche in Geschäfte in der Innenstadt, etwa in eine Boutique und in ein Brillengeschäft mit Schäden von jeweils mehreren Hunderttausend Euro gehen vermutlich auf das Konto von Profis.

Quelle: Augsburger Allgemeine